Galerie
Hier finden Sie Stillleben in denen pharmazeutische Drogen in Szene gesetzt wurden. Ab und an habe ich mich an Vorbildern in der Kunst orientiert.
Über die Bilder
Leg etwas in das Licht und schau,
was das Licht mit dem Etwas macht,
dann hast du den Tag über gut zu tun
und manchmal auch die Nacht.
Diese erste Strophe der „Ballade von der Lichtmalerei“ von Robert Gernhard bringt die Intention für die Bilder auf den Punkt. Das „Etwas“ sind meist Teile von Pflanzen, die in doppeltem Sinne alt sind. Die Stücke sind über 50 Jahre alt und für die meisten besteht kein medizinischer Bedarf mehr. Synthetische Arzneistoffe und Biologicals haben ihren Platz eingenommen. Nur in der Naturheilkunde und der Kindermedizin existiert noch eine begrenzte Anwendung. Drogen im pharmazeutischen Sinne sind (meist) pflanzliche Naturprodukte für medizinische Anwendungen. Manche, z.B. Opium und Kokablätter, sind auch Drogen im Sinne von Rauschmitteln.
Oft sind es bekannte Namen, hinter denen sich aber für viele Menschen kein Bild verbirgt. Strychnin ist ein alter Bekannter aus zahllosen Giftmorden in der Literatur. Wer aber weiß, wie die Herkunft, der Samen der Brechnuss aussieht? Rizinusöl, auch bekannt, weniger aber die hübsch gemusterten Samen, aus denen das Öl gewonnen wird.
Die Stillleben des 17. Jahrhunderts waren oft sehr kunstvoll und eine Herausforderung für die künstlerische Technik der Darstellung von Oberflächen. Sie sollten das Auge erfreuen, wie man sich an einem guten Essen freut. In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihr Interesse an diesen recht sonderbaren Objekten und wünsche Ihnen guten Appetit und viel Vergnügen.
DROGENBILDER
Meine Objekte stammen zumeist aus der Drogen-Lehrsammlung der Fa. Merck, mit der man in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts angehenden Pharmazeuten das Leben schwer gemacht hat. Sie mussten sie erkennen und über Inhalt und Verwendung Bescheid wissen. Das war schon damals meist nur noch von historischem Interesse. Aber das Aussehen dieser Naturalien und auch ihr Geruch sind oft faszinierend und laden zum genaueren Hinsehen ein. So wie in Stillleben des 17. Jahrhunderts seltene und merkwürdige Objekte gemalt wurden, habe ich diese Drogen fotografisch in Szene gesetzt. Sie waren geduldige und preiswerte Models.